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Tierischer Zuwachs

27.01.2022

Seit wenigen Wochen haben wir drei neue „Mitschüler/-innen“ in unserer Klasse 3. Es handelt sich dabei um Achatschnecken, die auch Afrikanische Riesenschnecken genannt werden. Natürlich sitzen sie nicht auf der „Schulbank“, sondern bewohnen ein liebevoll ausgestaltetes Terrarium. Frau Gocht – die Klassenleiterin – hat hierzu Erde und andere wohnliche „Accessoires“ besorgt. „Es ist ein richtiges Paradies …“ und „ein Luxus-Spielplatz für unsere Schnecken“ lauten die Fazite der Kinder.

 

Die Intention, welche hinter dem Projekt steckt, ist die Förderung bzw. Stärkung der Sozialkompetenz im Klassenverband. Dieses Prinzip hat sich bereits in anderen Einrichtungen bewährt.

 

Über die Namen der Schnecken konnten die Kinder selbst abstimmen. Durchgesetzt haben sich am Ende jedoch „Schneewittchen“ (aufgrund ihrer weißen Farbe), „Tapsi“ (ist etwas kleiner als die anderen) und „Roman“ (schwarz-bräunliche Färbung). „Es besteht daher absolut keine Verwechslungsgefahr“, bestätigt die Klasse.

 

Die Kinder stehen jede Pause begeistert am Terrarium und beobachten die drei.  Auf Nachfrage können die „Schnecken-Paten“ bereits sehr viel Wissen über deren Haltung vermitteln:

 

„Die Schnecken werden so groß wie eine Kinderhand.“

 

„Sie fressen Salat, Apfel und Kohlrabi, aber am liebsten mögen sie Gurke.“

 

„In dem Terrarium gibt es auch einen Kalkstein, das ist ein Schwimmkörper von einem Tintenfisch. Den brauchen sie, um ihr Häuschen anzubauen (Wachstum).“

 

„Wenn man ganz leise ist, kann man sie sogar mit ihrer Raspelzunge daran knabbern hören.“

 

Das Verantwortungsbewusstsein scheint zumindest schon jetzt intensiv geweckt zu sein. So machten sich die Kinder bereits Sorgen, ob ihren „Haustieren“ die Klavierbegleitung im Musikunterricht nicht zu stark zusetzen würde. Hier konnten wir sie jedoch beruhigen.

 

Zum Ende der Woche erfolgt die Einschätzung zum Verhalten der Klasse. Wenn es keine besonderen Vorkommnisse gab, werden die Kinder belohnt. Dann dürfen auch schon mal Schneewittchen, Tapsi und Roman ihr „Zuhause“ verlassen und auf die ein oder andere Kinderhand „übersiedeln“.

 

Bild zur Meldung: Tierischer Zuwachs